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02. Umgebungslicht
Vor der Kalibration des Monitors sind aber erst einmal einige grundlegende Eigenschaften der Arbeitsumgebung zu erwähnen. Die Umgebungsbedingungen für grafische Arbeitsplätze, an denen Farben beurteilt und verglichen werden, werden in der internationalen Norm ISO3664 geregelt. Der wohl wichtigste Teil dieser Norm ist die Verwendung von D50 Normlicht und der Ausschluss störender Umgebungseinflüsse. D50 ist darüber hinaus der Kommunikationsstandard bei der Umrechung von Farben innerhalb des ICC-Farbmanagements.
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INFO
In der ISO-Norm ISO 3664 sind die Kriterien für die Abmusterung in der Reprografie (Fotografie und Drucktechnik), also das Vergleichen von Original und Reproduktion bzw. Prüfdruck (“Proof”) und Auflagendruck wie folgt definiert:

  • Das Licht muss Tageslicht einer Farbtemperatur von 5000 Kelvin entsprechen (D50).

  • Die Lichtquelle muss das Tageslicht mit einer Genauigkeit von mindestens 90 % wiedergeben.

  • Die Umgebung muss eine neutral graue, matte Wand-Farbe besitzen (LCh: Chroma < 2).

  • Bei Auflicht muss die Beleuchtungsstärke 2000 Lux (+/- 500) betragen.
Der menschliche Wahrnehmungsapparat wird durch Umgebungseinflüsse stark beeinflusst, so dass bei der Beurteilung einer Farbe immer auch die Art des Lichtes eine große Rolle spielt. Die in Büros zumeist anzutreffenden Neonröhren eignen sich mit rund 3.000 Kelvin Farbtemperatur nicht für die Beurteilung von Farben.
Durch die Metamerie von Druck- und anderen Farben erscheinen diese zudem unter abweichenden Lichtverhältnissen sehr unterschiedlich. Ein Rot kann wie im Beispiel dabei durchaus einmal zu einem Orange mutieren. Nur unter D50 Licht wird die Farbe so wahrgenommen, wie sie später auch in der Druckerei und Vorstufe beurteilt wird. Der notwendige Austausch der üblichen Neonröhren durch Normlichtröhren ist vergleichsweise kostengünstig und behebt einer der größten Schwachstellen.
Unterschiedliche Beleuchtungsarten verändern die Farbwirkung.
Neben der direkten Beleuchtung stellt auch Tageslichteinfall beziehungsweise Streulicht ein erhebliches Problem in typischen Büroumgebungen dar. Da das Tageslicht je nach Wetter und Tageszeit zwischen 5000 und 7500 Kelvin schwankt, muss es für die Farbbeurteilung zum Beispiel durch Lamellenvorhänge außen vor gehalten werden. Mit einem Metamerieprüfer wie dem beiliegenden Intelli Light Test kann man auf ganz einfache Weise die Lichtbedingungen prüfen und gegebenenfalls notwendige Änderungen vornehmen. Auch kräftige Farbgebungen der Umgebung beeinflussen das Auge in der Farbwahrnehmung und sind nach Möglichkeit zu vermeiden, denn eine Farbe wirkt immer im Kontext ihrer Umgebung.
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Tutorial:
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